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Herzlichen Dank für all eure Unterstützung für den Elbeblogger! Es hat nicht gereicht- schade. Trotzdem habe ich bei dieser Aktion viel gelernt. Ist ja auch was. Nun back to daily business.

Es gab in diesem Blog schon lange kein Katzencontent mehr! 🙂 Happy Birthday, Sammy!

Sammy hat das für eine Maine Coon Katze biblische Alter von 15 erreicht (normal wären 12-13 Jahre) und man merkt es ihm an, dass er teilweise jenseits von Gut & Böse ist.

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Nicht nur, dass er inzwischen mangels Muskelmasse klapperdürr ist und sein Schwanz mit ihm wedelt und nicht mehr andersherum; es ist mehr sein Geist, der schlapp macht. Wir nennen ihn manchmal liebevoll „Suizidkater“, denn er geht nicht mehr aus dem Weg. Gar nicht. Er bleibt stehen, wo er ist, und das ist an seinem Menschen. Direkt vor oder hinter den Füßen sitzend, kann man keine Bewegung machen, ohne auf ihn zu treten. Spülmaschine aufmachen und Sammy sitzt davor? nein, er geht in die Knie und guckt jämmerlich unter der Klappe hervor. Wir machen die Türen sehr vorsichtig auf, denn oft genug schiebt man den Kater gleich mit zur Seite. Früher hasste er den Staubsauger und fauchte, jetzt schlabbert seine angesaugte Bauchhaut im Saugkopf mit. Das ist ein Geräusch, dass nie wieder aus meinem Kopf geht!

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War Sammy schon immer sehr anhänglich, ist er jetzt geradezu aufdringlich. Kein Hinsetzen, ohne Sam wenigstens 30 mal und öfter vom Schoß zu heben. Das zeigt sich auch nachts, denn er möchte beim Mensch sein. Auf. Darüber, immer.
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Allerdings sorgt seine Demenz auch oft für Heiterkeit. Änderungen versteht er einfach nicht mehr. Eigentlich ist sein Schlafplatz an meinen Füßen. Nun habe ich aber mit Mister die Seiten getauscht. Bei Mister darf er nicht schlafen und  Sam möchte es auch nicht. Nun also ist es so, dass Sammy ins Bett kommt, auf Mister marschiert. Der brummelt irgendwas und Sammy klettert erschreckt wieder herunter. Das ist nicht Mama! Also setzt er sich zwischen uns und wundert sich. Da war immer Mama, warum jetzt nicht? Wenn Sammy fertig ist mit überlegen, probiert er es noch einmal. Vielleicht ist ja jetzt alles so wie es sein soll? Wieder wird auf Mister geklettert, der dann wieder meckert und Sammy ist erschüttert in seinem Weltbild. Sam verbringt die Nächte mit nachdenken.

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wir haben die Küche umgebaut und aus einer L-Form eine U-Form gemacht. Nun steht Sammy in der Ecke und kommt nicht mehr raus. Sein Weg ist versperrt. Für immer. Wir müssen ihn retten, damit er je wieder an seinen Fressnapf kommt.
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Wir wissen nicht, wieviel Zeit uns mit ihm noch bleibt- sie ist begrenzt. In der Zwischenzeit helfen wir ihm, so gut wir können. Bauen Treppen zum Fensterbrett, heben ihn hoch und runter, Stellen ihn zum hundertsten Mal aus dem Weg und antworten, wenn er uns ruft, weil er uns nicht mehr sieht oder hört.

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