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…der Unterschied zwischen Island-, Norweger- und Fair Isle?
Ich frage mich immer wieder einmal, denn auch ich tappe in die Falle, aus Bequemlichkeit „zweifarbig mit Spannfäden“ als „fair isle“ zu bezeichnen. Ist aber falsch; „stranded“ wäre richtig. Wie so oft: die englische Bezeichnung ist viel runder, geläufiger und einfacher als das deutsche Pendant.
„Islandic“ bezeichnet einen Pulloverstil. Er wird von unten nach oben in einem Stück ohne Nähte gestrickt, ähnlich wie ein Raglan von unten. Man erkennt einen Isländer (den Pullover, nicht den Menschen) auf den ersten Blick am geometrischen Muster der runden Halspasse, den einfarbigen Körper bzw Ärmeln und maximal 3-4 verschiedenen, natürlichen Farben.

(Anleitung “ Jón“ / Järbo garn)

Norweger“ ist genauso ein Pullover. Ähnlich wie der Isländer ist der Körper bzw die Ärmel meist uni/mit Borte/zart in einem flächigen Muster gestaltet, während die Brust- und Halspartie ein aufwändiges Muster ziert. Anders als der Isländer wird dieser in Teilen gestrickt. Er hat die ‚geliebten‘ Steeks. Hier finden sich im Muster süße Elche, Schneeflocken, Sterne, Tannenbäume etc. Der Norweger zeichnet sich durch wenige Farben in knalligen Kontrasten aus. Eine Runde hat fast nie mehr als zwei Farben. Eine tolle Inspiration sind hier die „Dale of Norway„- Seiten. Unerschwinglich, aber wahnsinnig schön.

Bild: Drops Design, Anleitung  47/1

Fais Isle, als dritter im Bunde, ist ganz was anderes, wenn auch genauso nordisch. Er wird zwar wie der Norweger in Teilen mit Steeks gestrickt, ist aber ein vollflächiges Kunstwerk. Es sind kleine, filigrane Muster, in Streifen über den kompletten Körper angeordnet. Dabei sind hunderte, verwandte Farben im Spiel.

allover pattern sweater“ by Alice Starmore. Ihr Buch „Fair Isle knitting“ ist ein häufig genutztes Werk in meinem Regal.

 

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