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Das Zauberweib kommentierte: …“ da würds mich allerdings mal interessieren, ob es seitens der Hersteller auch erlaubt ist, einen negativen Testbericht zu bloggen, wenn die Erfahrungen eben entsprechend schlecht waren. Weil heutzutage muss Mensch bei sowas ja gleich mit ner Abmahnung rechnen… 😦

Meine, völlig aus dem Bauch raus geschriebene, nicht rechtlich abgesicherte Meinung dazu: Ja, man darf Kritik üben. Man sollte sogar, wenn das Produkt eben Mist ist. Alles andere würde nämlich meine eigene Glaubwürdigkeit untergraben. Zumal wir in Deutschland ja auch immer noch journalistische und persönliche Meinungsfreiheit haben. Wie glaubwürdig dagegen wäre ein Hersteller, der auf (berechtigte) Kritik hin eine Abmahnwelle rollen lassen würde??

Sehen wir es mal so: Wenn ein Hersteller sich dazu entschließt, sein Produkt auf Blogger loszulassen, dann hat das folgenden Beweggrund: er erreicht genau die Zielgruppe, die er erreichen will. Nämlich meine Leser ;-). (Gut, im Fall von Balkonerde auf Strickblog eher weniger, aber nehmen wir mal an, ich hätte Wolle zum Testen bekommen)
Das, was der Blogger über das Produkt schreibt, hat meist Hand und Fuss, weil er ein großes Interesse und oft auch großes Fachwissen vom Thema hat. Der Hersteller bekommt also nicht nur einen kostenlosen Produktcheck vom Fach, sondern auch (über Kommentare) eine durchschnittliche Meinung anderer. Im besten Fall entwickelt sich eine wohlwollende Diskussion über das Produkt.Nehmen wir es also als eine Art virtuelle Strassenumfrage- aber eben nur mit Personen, die sich für das Produkt auch interessieren. Ideal also um ein Produkt in den Markt einzuführen.
Klar, der Hersteller geht ein Risiko ein: wird das Produkt von glaubwürdigen und hochfrequentierten Bloggern zerrissen, kann das den Tod des Produktes bedeuten. Es würde aber auch sterben, wenn es in den Regalen eines Wollshops verstauben würde. Nur, dass im realen Leben das Ganze mit wesentlich mehr Kosten verbunden ist.

Dazu möchte ich noch sagen: ich glaube an die Intelligenz und Interneterfahrung meiner Leser! Wenn ich schreibe: ich hab Produkt XY getestet und finde das gut/ blöd, dann ist es immer noch die Entscheidung jeden einzelnen, ob er sich meiner Meinung anschließen will oder mich in Stücke reisst. Die Gefahr besteht nämlich auch: auch meine Meinung kann ein Shitstorm gegen mich verursachen 😉

Im Großen und Ganzen finde ich nichts Schlechtes daran, Produkte in Blogs zu beschreiben oder zu bewerten. Ich weiss nicht, wieviele geniale Sachen ich schon auf Blogs entdeckt habe die mir im realen Leben so nie begegnet wären. Testberichte haben nur sekundär tatsächlich was mit Werbung zu tun.
Von Herstellern vorgeschriebene Texte zu veröfentlichen käme mir dagegen nur mit sehr viel Bestechungsgeldern in den Sinn und das würde ich meinen Lesern auch deutlich klar machen.

Um die Frage von LanaLinum auch noch zu beantworten: der Erdbeerbaum hatte so seine Probleme: das Giesswasser hat die unteren Pflanzen nicht wirklich ereicht, weil es durch die oberen Löcher aussen an dem Rohr lang gelaufen ist. Wir haben trotzdem 3 Erdbeeren geerntet und sogar 4 Tomaten. Der Baum ist schwer verbesserungswürdig.

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