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Männer- meine zumindest- gucken gerne in Kühlschränke. Im Normalfall läuft das so ab, dass ich am Kochen bin, einer meiner Männer betritt die Küche und öffnet den Kühlschrank. Dann steht er davor und macht Schaufensterbummel oder sowas. Vielleicht ist auch ein Fernseher eingebaut- keine Ahnung, aber es muss wahnsinnig interessant sein, was man da so sieht. Wurst und so. Das Gleiche funktioniert auch im Elektro-Grosshandel mit leeren Geräten. Die Kinder ins Bälleparadies; den Ehemann in die Kühlschrankabteilung.
Meinerseits kommt dann meist der dezente Hinweis: „es gibt in 5 Minuten Essen!“ was bedeuten soll: gibt jetzt nix. Kein Naschi für den Mann. Mach die Tür wieder zu.  Aus dem Weg. Der stierende Mann hingegen antwortet dann: „Ich weiss, ich guck nur.“ und starrt weiter die Butter an. Nicht mal die Neanderthaler-Theorie kann das erklären. Männer sind Jäger und beschaffen Nahrungsmittel; aber sie bewachen sie doch nicht. Hühnerbeine können nicht mehr weglaufen. Was im Kühlschrank lagert,  ist schon gejagt. Steckt da vielleicht ein bisschen Stolz dahinter, die gejagte Beute zu begutachten? „habbich alles selbst erlegt“? So wie der Angler ein Foto vom toten Fisch schießt? Mister, magst Du mal den Bierschinken hoch über Deinen Kopf halten und bei Facebook posten?
Um auf den Punkt zu kommen: Ich habe keine Ahnung, was meine Männer dazu treibt, in den Kühlschrank zu glotzen. Im Regelfall unterschiedet sich der Inhalt nur unwesentlich von dem, der da vorhin war. Es ist ja nicht so, dass nur geglotzt wird, wenn sich Hunger breit macht oder ich gerade einkaufen war und sich tatsächlich ein Naschi darin befinden könnte. Nein, das ist Langeweile, vermute ich mal. In diesem Moment stelle ich den Unterhaltungswert von einer angebrochenen Dose Katzenfutter mal stark in Frage.
ich habe es aufgegeben,  mich über das seltsame Verhalten von mehr oder weniger ausgewachsenen Männern zu wundern. Ich spiele damit.
Im Augenblick, in dem ich hier am Rechner sitze und diesen Text formuliere, läuft ein Experiment. Mein Rechner steht in der Küche, ich habe den Kühlschrank im Blick.
Und jetzt sitze ich hier, kichere innerlich leise vor mich hin und warte, was passiert…

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Unbenannt
und später:
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Unbenannt
noch ein bisschen später:
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Unbenannt
Das ist ein Spiel, was ich den ganzen Tag treiben könnte… *gg*

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