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Eines vorneweg: ich rede von meinen eigenen Vorlieben und Abneigungen. Das mag ( und wird!) in anderen Familien anders sein. Falls ich also jemandem auf die Füße treten sollte: Verzeihung.

Das Leben als Frau zwischen drei mehr oder weniger ausgewachsenen Männern ist nicht leicht; vor allem, wenn es sich um die Gestaltung des Fernsehabendes dreht. Ich habe da wenig mitzureden.
Es gibt in meiner Familie typische Männer- bzw Frauenfilme. Das wissen auch die Programmgestalter und wiederholen in schöner Regelmäßigkeit alle (gefühlten) 4 Wochen die Starwars- ( oder Startrek?? Raumschiff-Filme halt…) Episoden, James Bond oder …
Kurzes Rufen meinerseits in das Wohnzimmer, während ich am Rechner sitze und Blogtexte entwerfe und mir der Titel nicht einfallen will:“…Max? Wie heißen die Filme mit dem Professor, der da so Abenteuer hat?“ Max antwortet schlagfertig: „Indiana Jones“. Also, weiter im Text: Indiana Jones. Ich hab da nur noch in Erinnerung, wie eine Suppe mit irgendwelchen Augen serviert wurde. Scheint sowas wie Männerhumor zu sein. Jedenfalls gucken alle meine Männer gerne solche Filme. Immer wieder. Das Argument der fünfunddrölfzigsten Wiederholung zählt nicht. Nicht mal, dass selbst _ich_ den Film schon kenne. Vielleicht wird diesmal der Feind doch überleben?  Ich mag das nicht, aber ich werde nicht gefragt. Ich mache mir einen Spaß daraus, die Männer zu ärgern und blöde Fragen zu stellen oder „das funktioniert doch gar nicht!“ reinzurufen. „Der Gladiator hat ’ne Armbanduhr an!“ ist auch sehr beliebt. Das ist also der Grund, warum ich am Rechner sitze und Blogtexte schreibe, während Starwars läuft. Ich wurde verbannt. 🙂 ich frage mich ja immer noch, wieso es einen Film mit dem Titel „Stirb langsam 2“ gibt. Sollte der Held nicht im ersten Teil schon eineinhalb Stunden lang gestorben sein??
Typische Frauenfilme laufen übrigens alle 5 Jahre einmal und nur dann, wenn auf mindestens drei anderen Kanälen Männerfilme kommen. Ist irgendwie logisch, oder? Wie gesagt, die Programmdirektoren wissen, wer üblicherweise die Fernbedienung in der Hand hält.
Gerade hat Starwars begonnen und der Vorspann läuft. Der mit der fliegenden Schrift, die im Hintergrund so abdriftet, und Max bittet mich, ihm vorzulesen, weil er so schnell nicht folgen kann. Mich! Ausgerechnet. Ich fange also an ( weil es mich nicht im geringsten interessiert, weil alle Männer den Film schon kennen und der Text meiner Meinung nach nicht dazu beiträgt, die Geschichte verständlicher zu machen): „Joah… da war so ein Raumschiff, und der Stars-äh- darth Vader, der sowieso der Vater von allen ist, und die flogen da so rum und jeder hatte ein Laserschwert und die haben immer so rumgekämpft, ganz easy und so, und dann wurde der Yoghurt böse…“
Spätestens ab jetzt habe ich für den Rest des Abends Wohnzimmerverbot. Selbst Schuld.

Als „typisch Frauenfilm“ bezeichne ich übrigens alle Filme, bei denen von meinen Männern der Kommentar „boah…ist das öde!“, „ihh, die Küssen sich“ oder „am Ende bekommt sie ihn sowieso!“ kommt, während ich am Mitheulen bin. Die können das auch, das mit den Kommentaren. ich verstehe gar nicht, wo die das herhaben.

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