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vor nicht allzulanger Zeit, als Familie Kalinumba spazieren ging. Es begab sich, dass das Familienoberhaupt einen Kirschbaum entdeckte. “ Oh! Marmelade!“, sprach Mister und die Familie vergnügte sich daran, Kirschen zu pflücken. Ein gelungener Sonntagsausflug.
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Abends vergnügte sich Kalinumba, mit fiesem Grinsen im Gesicht jeder Kirsche einzeln den Kern aus dem Leib zu drücken. Es spritzte und suppte und klebte, aber da Mister ihr Gesellschaft leistete und gar himmlische Marmelade aus den Leichenteilen kochte, was die Sauerei bald schon vergessen.
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Neben Kalinumba stapelte sich bald ein ansehnliches Häufchen Kirschkerne an. „Muss man doch mal was mit machen“, so sprach sie und fing an zu grübeln. Es begab sich, dass seit Urzeiten ein Kirschkernkissen in Froschform die allgegenwärtige Begleitung bei Bauchweh und allerlei Unbehagen in dieser Familie war. Man nannte das Kissen der Form halber „Frosch“.

„was hälst Du von Taschenwärmern? Für so einen Frosch wird es nicht reichen“, sinnierte Mister mit und Kalinumba fand es eine gute Idee. Es war reichlich lange Winter gewesen und die kleine Kalinumba fröstelte schon alleine bei dem Gedanken an Eis und Schnee. „Der nächste Winter kommt früher als man denkt“, sprach sie. So war es also beschlossen.
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Kalinumba nadelte aus Topflappenbaumwolle wieselflink ein eigroßes Behältnis für die Kerne, die bald schon gesäubert und getrocknet in einer Schale neben ihr standen. „Ein Taschenei“, freute sich Mister. „Gib mal, ich will das mal ausprobieren!“ . Mister zog mit dem kirschkerngefüllten lila Ei in die Küche, drehte die Mikrowelle auf volle Pulle und zündete sich am Küchenfenster eine Zigarette an. Es dauerte nicht lange, und Mister rief völlig entspannt ins Wohnzimmer nach Kalinumba, die schon längst nach anderen Ideen für die tolle Kirschkernverwertung suchte. „Schatz! Komma gucken!“, rief er.

Und das war, was er in der Mikrowelle fand…

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Merke: nicht jedes Upcycling gelingt…

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