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eigentlich sind unsere Kinder aus dem Alter raus, in dem man noch an Weihnachtsmann, Osterhasi oder die Zahnfee glaubt. Eigentlich; denn ein gewisses Restrisiko besteht, dass wir Eltern einfach nur Geschichten erzählen und es die Märchenwesen doch gibt. Man kann ja nie wissen. Schließlich haben wir Bücher darüber. Und was geschrieben steht, muss doch wahr sein.
Abgesehen davon lieben es meine Kinder, mich mit detaillierten Fragen zu löchern. Denn sie wissen: ich erfinde einfach neue, besser ausgebaute Geschichten. Für die schmerzliche Wahrheit ist Mister zuständig.
Und so wird das Wissen um Weihnachtsmänner &Co einfach ausgeblendet, denn Geschichten davon sind einfach schön zu hören.
Eine dieser Familiengeschichten handelt von der Zahnfee. Früher legte man einen Milchzahn unters Kopfkissen, der dann auf wunderbare Weise über Nacht in Euros verwandelt wurde.
Irgendwann wurde es Mister zu bunt und er sagte: „ICH bin die Zahnfee. Hör auf zu nerven, ich hab kein Kleingeld in der Tasche.“
Daraufhin die Kinder aber sagten: „Du KANNST nicht die Zahnfee sein. Feen sind nicht männlich. Die sind kleine, rosa angezogene Frauen mit Flügelchen“.
Natürlich stachelt uns sowas nur an. Meine Antwort darauf: „Natürlich ist Papa die Zahnfee. Ich habe gerade sein rosa Tütü in der Wäsche! Neulich ist er so um Max herumgeflattert und hat sich mit seinen Flügeln voll in dem Gestänge vom Hochbett verheddert! Da mußte ich mitten in der Nacht die Leiter aus dem Keller holen und Papa unter der Decke abpflücken!“
Die Kinder gucken ungläubig, also muß ich das weiter ausführen: „Na, er hat da so extra Zahnfeeflügel, die kann man bei Amazon bestellen. Dann flattert er, unrasiert wie er eben so ist, um eure Betten herum und tauscht Zähne gegen Euros“.
Die Kinder glucksen bei dem Gedanken daran, dass Papa im rosa Feenkostümchen um die Köpfe flattern könnte. Mister ist viel zu…. ähm….moppelig für hautenge Trägerkostümchen. Rosa trägt auf, daran liegt es. Wären Feen schwarz, wäre Mister nur noch halb so ’stabil‘.
Mister legt noch eins drauf: “ ja, ich hab‘ mir neulich voll den Kopf am Lattenrost angestoßen! Ich sag‘ Dir; das mache ich nicht nochmal. Der Job ist mir viel zu gefährlich!“
Max meint, weil Mister ein Feierabendbierchen in der Hand hält: “ man fliegt ja auch nicht unter Alkohol.“

Gut zu wissen: don’t drink and fly. Auch nicht als Zahnfee.

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