Es ist so eine Sache mit dem Blog. Das, über das ich gerne schreiben wollte, das sollte ich lieber sein lassen. Gelästere über Nachbarn ist zwar immer sehr unterhaltsam, wenn man selbst nicht mit diesen Nachbarn befallen ist, aber das ist mittlerweile ein Thema das ich nicht mehr mit Humor anpacken kann. So kreativ bin ich nicht. Kein Thema für den Blog; ganz professionell. Obwohl ich wirklich gerne würde.

Das, über das ich schreiben sollte; Stricken und Wolle und so, über das habe ich einfach nichts zu erzählen. Das plätschert so vor sich hin, Abends mal ein paar Reihen. Läuft, ich bin zufrieden; holt aber niemanden hinterm Ofen vor. Tägliche Einträge über ‚heute wieder zwei Runden mehr‘ ist albern.
Dann aber gibt es ein Thema, das liegt mir am Herzen und ich schreibe seit Wochen  Monaten daran. Jetzt ist es in der Endphase und bei Testleserinnen. Die ersten Kommentare dazu klingen vielversprechend und ich bin optimistisch. Es hat weder was mit Nachbarn noch mit Handarbeiten zu tun. Es zeigt eine so ganz andere Seite von mir und dürfte einige unter euch überraschen. Ich bin nämlich nicht immer lustig/lockerflockig. Ich habe auch eine ernste Seite an mir. (sollte man kaum glauben können bei dem was man hier so liest…)
Diese andere Seite habe ich ausgelebt in der letzten Zeit. War in mich gekehrt, habe gelitten und gehofft. Das, was ich geschrieben habe, habe ich emotional durchlebt. Ganz seltsame Erfahrung. Ich habe mit Mister stundenlang darüber diskutiert, ob man ein Gewehr nun stellen darf oder lieber hinlegt (man sollte es legen), um letztendlich dem Helden eine Pistole in die Hand zu drücken. Manchmal war der Kampf um ein Wort schwer. Ich habe Menschen angeschrieben, die ich sonst nicht anschreiben würde und seltsame Fragen gestellt, weil ich genau sein wollte. Dabei habe ich viel gelernt über Dinge, mit denen ich sonst nichts zu tun hätte. In meiner Lesenzeichengalerie stecken nun Duden und Thesaurus. Auch das ist neu für mich. Plötzlich sind Dinge wie ein „gezwungener Seitenumbruch“ wichtiger als Exeltabellen mit Strickschriftzeichen. Frau bekommt neue Seiten. Ganz viele.
Noch bin ich nicht soweit. Noch finde ich immer noch Formulierungen, die nicht ganz auf den Punkt kommen. Auch beim 25sten durchlesen noch. Aber es wird. Demnächst.

Advertisements