Eigentlich benutze ich meinen Blog seltenst um zu meckern. Man weiß ja nie so wirklich, wer den Blog liest, und wer was mit dem geschriebenen Gedankengut so anfängt.
Außerdem ist das hier ja immer noch „Kalinumbas“ Blog und nicht „Anjas“. Kalinumba ist immer lieb und nett, ich bin es nicht (immer).
Andererseits ist ein Blog nichts anderes als ein öffentliches Tagebuch- und irgendwie hat es dann ja doch mit „Kalinumba“ zu tun.
Ihr merkt- es gibt was zu meckern, zum Auskotzen und Wehklagen und überhaupt.
Wir haben Nachbarn- gut, wer hat das nicht ( das wäre so mein Wunschtraum…)
Diese Nachbarn haben sich gerade beschwert, dass ich einem Hobby nachgehe. Hobby bitte mit Anführungszeichen lesen, denn es ist ja etwas –Denkpause- seltsam, wenn man, wenn man schon den ganzen Tag zuhause rumdümpelt- auch noch einem Hobby nachgehen muß. ( Achtung, Sarkasmus!)
Ja, es sind dieselben Nachbarn, die Nachts um 3 noch durch das Treppenhaus fangen spielen ( ob sie nun dabei angezogen waren sei dahingestellt) , laut gröhlend Party feiern, die mit ihren Telefonaten in einer undefinierbaren Sprache auf dem Balkon die komplette Wohnanlage beschallen und dessen Liebesgeräusche durch die Badezimmerlüftung zu hören sind. (Eigentlich würde ich ja gerne genau in diesen seltenen Momenten mal Klingeln, aber so schnell bin ich nicht unten um sie wirklich zu stören ;-)).

Meine lieben Nachbarn ( ja, ich weiß, dass ihr stalkt, aber das ist mir auch egal):
Mein Spinnrad gibt eine Geräusch von ( mit einer Billighandyapp gemessen, also bitte relativ sehen): durchschnittlich 30 db von sich- abhängig davon, wie schnell ich in den Tritt komme, welche Spule und welche Übersetzung ich benutze. Nebenbei habe ich in der Küche ( nein, ein „Arbeitszimmer“ haben wir nicht: wir sind so arm, wir haben zwei Kinder) leise Radio laufen: 36 db Umgebungslärm.  Das heißt, wenn ich in der Küche radele, wird es dadurch nicht lauter als es sowieso schon war. Unser Fernseher ( und wir sind alle nicht taub) läuft bei 45db. Mister kocht, das schnibbeln ( und das dabei entstehende „pönk“ vom Messer) entwickelt eine sagenhafte Lautstärke von 58db. Rufe ich quer durch die Wohnung ein Kind und halte dabei das Handy an den Mund, komme ich auf wahnsinninge 65db.
Entschuldigung, wir leben hier. Auch Sonntags. Findet euch damit ab.

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