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Jep, ihr habt richtig gelesen. Dass der Puma teils tagelang neben mir liegt, ohne dass ich eine einzige Reihe stricke ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass er eigentlich keine Chance hat. Mal ganz davon abgesehen: 14Tage/Reihe bei noch 450 zu strickenden Reihen= über 17 Jahre Strickzeit…..

Ja, solche Überlegungen tun weh. Ziemlich sogar, weil der Puma schon ganz schön groß ist. 47.040 gestrickte Maschenpaare bisher. Da zieht man nicht einfach mal so die Nadeln.

Die ganze Zeit habe ich hin und her überlegt, wie ich schneller stricken könnte. Kann ich aber nicht. Da war so eine Blockade im Hirn, die einfach keine andere Lösung zuließ. Der Puma ist so, nur an der Technik kann was geändert werden. Blödsinn, liebe Kalinumba, reiner Blödsinn. Denn: wenn ich den Puma „erfinde“, dann kann ich ihn auch ändern. Wenn nicht ich, wer sonst? Nein, ich bin nicht blond, aber manchmal dauert die Eingebung eben bei mir auch ein bisschen länger.

Also habe ich aus ( bitte jetzt nicht weiterlesen, liebe Ronka!!) 191.520 Maschenpaaren mal eben „nur“ noch 92.500 gemacht. Den Puma verkleinert. 99.020 Maschenpaare über die Wupper geschickt. Das befreit!

Aus 21 Seiten Chart sind 10 geworden. Es war nicht einfach, das „Gefühl“ des Bildes, diesen 3D-Ausdruck, zu erhalten. Natürlich ist das Foto jetzt grober und nicht mehr ganz so fein in den „grau“-Tönen, aber das nehme ich als Kompromiss gerne hin. Hey, rund 190.000 Maschen weniger, da ist man schon mal nicht ganz so pingelig. Aus überschlagenen 52 Knäueln Wolle werden 24. Das finde ich jetzt mal richtig gut. Natürlich sind es dann auch keine 140cm Breite mehr sondern nur noch 104, aber schlimmstenfalls könnte ich ja noch einen Rand drumrumstricken. Oder aber- auch eine Idee, die Wolle doppelt nehmen, größere Nadeln benutzen und eine superduperdicke Decke haben. ( 48Knäuel, immer noch gut). Vermutlich aber eher nicht; ich tendiere zur Einfadenlösung,  weil da Wolle übrig bleibt für die fünfundzwanzig anderen Projekte, die mir zur Wolle schon eingefallen sind…

Der Chart ist bereits ausgedruckt; die ersten beiden Seiten aneinander geklebt und mit einem Raster überzogen. Diesmal fange ich am Rücken an, denn da hat es besonders viele einfarbige Flächen, die das Stricken zusätzlich noch beschleunigen. Und wenn man erst mal nach der Hälfte ist, dann macht man auch weiter. ( so mein Optimismus). Natürlich, groß und viel ist der Puma auch jetzt noch. Immer noch eine Herausforderung. Aber der Tiger hatte ungefähr genauso viele Maschen, und den habe ich ja auch geschafft.

Eigentlich bin ich also voller Optimismus und Elan. Ich könnte jetzt sofort loslegen und habe auch alle Lust dazu.

Das einzige was mich bremst: ich bringe es nicht übers Herz, bei Puma I die Nadeln zu ziehen. Geht nicht. Kann ich nicht tun. Das ist, als ob ich ihn „töten“ würde. Arme Mieze…

 

 

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