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Im Normalfall ist eine Strickanleitung eigentlich immer nach diesem Schema aufgebaut:

Material, Größe, Maschenprobe, Grundsätzliche Angabe ( z.b. es wird von unten nach Oben in Reihen gestrickt), Anleitung ( mach A, dann B, abschließend C), Fertigstellung (Fäden vernähen, Zusammennähen etc) und eventuell noch abschließende Hinweise.

Das ist ziemlich trocken zu lesen und auch genauso trocken zu schreiben.

Wenn ich eine Anleitung lese oder schreibe, dann stellt sich bei mir die Frage immer nach dem „warum?“. Wie kommt man genau auf diese Zahl, was hat sich der Designer dabei gedacht? Das sind Fragen, die in einem ABC-Text offen bleiben. Ich weiß nicht, vielleicht lassen sich Designer auch einfach ungern in die Karten gucken?

Ich weiß, je mehr „unnötiger“ Text enthalten ist, desto unübersichtlicher wird es. Man muß mehr lesen um an die selbe Information zu kommen. Aber ist das denn wirklich so unnötig, wie uns die Verlage das glauben lassen wollen?

Ich mach mal ein Beispiel:

ABC-Text: Setzen Sie nach der 32.M sowie nach der 68.M einen Markierer; nun wird in jeder 4.R vor dem ersten sowie nach dem zweiten Markierer je 1M abgenommen.

Getexteter Text 😉 : Setzen Sie nach der 32.M sowie nach der 68.M einen Markierer; nun wird in jeder 4.R vor dem ersten sowie nach dem zweiten Markierer je 1M abgenommen. Das entspricht ungefähr einer 1/3-Einteilung der gesamten Maschenzahl. Der mittlere Maschenbereich bleibt gerade, während die beiden äußeren Teile zur Taille geformt werden.

Währen solche Hinweise überflüssig? Oder eher hilfreich fürs Umrechnen in andere Garne bzw Maschenproben? Macht so was eine Anleitung unübersichtlicher? Oder fändet ihr das vielleicht ganz hilfreich?

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