Es gibt eine handvoll Fragen, die immer wieder auftauchen. Anscheinend ist das doch sehr interessant. 🙂 Ich fasse das jetzt mal so zusammen, wie es mir immer wieder begegnet. Falls ich irgendjemandes Frage vergessen haben sollte: nur her damit!

Woher bekomme ich meine Ideen??

Das ist so der Dreh- und Angelpunkt  und taucht in so gut wie jeder Unterhaltung auf. Ich muss euch gleich zu Anfang enttäuschen: ich weiß es nicht. Es ist mal so, mal so. Entweder ein Geistesblitz kurz vorm Einschlafen ( meistens vergesse ich das bis morgens- oder grübele die halbe Nacht über die Details), mal sehe ich irgendwas ( das kann ein Mosaik auf dem Boden sein oder auch nur ein Detail einer Pflanze, Fernsehwerbung etc,etc) und denke mir so: Das ist es, das hätte ich ja gerne irgendwie gestrickt. Dabei steht an diesem Punkt noch lange nicht fest, was für ein Teil es wird- nur, dass es das Muster haben soll. Oder es ist die reine Notwendigkeit: ich brauche Handschuhe. Aber die, die es bereits gibt, sind so langweilig. Also könnte man doch so und so und so auch….

Dazu gibt es noch zu sagen, ich bin einfach überkreativ, muss ständig irgendwas verändern und tun. Das ist nicht nur aufs Stricken bezogen und kann ganz schön anstrengend für meine Umgebung sein. Kurz gefasst: ich kann nicht anders, ich bin so. Ohne etwas entwickeln zu können bin ich unausstehlich.

Was stricke ich am liebsten?

Öhm…ich kann höchstens sagen, was ich im Moment nicht gerne stricke: Pullis und Socken. Falls ich aber irgendwann die Idee haben sollte, kann sich das auch ganz schnell ändern. Meine eigenen Projekte dürfen nicht zu langweilig sein wenn sie mich faszinieren sollen ( und damit die Chance bekommen, fertig zu werden). Was mich langweilt, wird geribbelt, und zwar gnadenlos. Auch, wenn ich nur noch das Bündchen hätte stricken müssen. Meine Strickzeit ist zu knapp bemessen, um mich mit zähem Zeugs beschäftigen zu wollen.

Welche Wolle ?

Die, die gerade für eine Phase am besten funktioniert :-). Im Lacewahn hatte ich natürlich jede Menge Lacewolle Zuhause, jetzt ist es mehr einfarbige Sockenwolle. Vielleicht komme ich auch mal über NS 2,5 hinaus? Keine Ahnung, aber am liebsten Stricke ich bis maximal 3,0. alles darüber hinaus ist nicht mein Ding. Obwohl ich diese superdicken Zopfschals doch auch schön finde. Einen Lieblingshersteller habe ich nicht und gebe auch ungerne Tipps fürs Shopping. Es gibt zuviele schöne Seiten um mich da auf irgendwas beschränken zu wollen. Das ist für mich dann oft ein Problem, weil die Auswahl einfach so riesig ist.

Ich mag „bunt“ lieber als „unbunt“, aber nur an Stricksachen. Meine Lieblingsfarbe ist ein dunkles Petrol- aber genau die Farbe ist mir noch nie untergekommen. Abgesehen davon bin ich der Meinung: es gibt zwar Wolle für ein Projekt, die wie die Faust aufs Auge passt, aber es gibt nicht die Wolle für das Projekt.

Wie sieht mein Stash aus?

Chaotisch. Einfach nur Chaotisch! 🙂  Und nein, ich werde ihn weder wiegen noch fotografieren noch irgendwie katalogisieren! 🙂 Ein paar Keksdosen voller Reste, die man irgendwie noch zu irgendwas verarbeiten könnte, zwei große Plastikboxen, einen großen Korb und ein – zwei Kartons voll ohne irgendwelche Ordnung darin. Geschätzt würde ich sagen: vielleicht maximal 20 kg. Was aber eigentlich jede Menge ist, da ich höchstens 1-2 Knäuel in einer Farbe bzw Qualität habe. Trotzdem habe ich nie das, was ich mich gerade vorstelle. Ich kaufe Wolle, weil sie mich begeistert und überlege erst hinterher, was das werden könnte. Von den Farben her ist eigentlich alles dabei außer rosa. Das mag ich einfach nicht. Und natürlich die obligatorischen „Männerfarben“ für meine Jungs.

Ich buddele gerne in meinen Kisten herum wenn mir nichts einfällt und entdecke oft lang vergrabene Schätze 🙂

Der ultimative Tipp von mir:

Machen! Einfach machen! Einfach ausprobieren! Ich kenne niemanden der strickt, weil er sonst nackte Füße hätte. Wir stricken doch alle, weil das so viel Spaß macht, oder?  Und wenn man eine Anleitung nicht 1:1 nachstricken kann, dann sieht es eben anders aus. Na und? Aus Fehlern kann man lernen, wenn man möchte. Oder man entwickelt seine eigene Version eines Musters. Es tut einer Socke nicht weh, wenn man eine Masche durch eine andere gleichwertige Masche ersetzt. Der allseits gefürchtete „Mister Ribbel“ ist hier ein gerngesehener und häufiger Gast. Bewahrt er mich doch vor der Langeweile. Etwas, was hier länger als maximal 2 Wochen rumliegt ohne dass ich es angefasst hätte, wird wieder aufgelöst. Ich glaube, das ist für mich der einzige Weg um nicht in UFOs zu ersticken.

 

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