P6186810

muss ja nicht immer was Gestricktes bei rauskommen. Nachdem es bei meinem Norwegerpulli irgendwie so aussieht, als hätte ich nicht genug Vorderteilmaschen bzw zuviele Ärmelmaschen ( das formt sich zu einem merkürdigen Ausschnitt zusammen…), liegt er erst mal neben mir. Ich kann mich nicht dazu aufraffen, bis zum Halsausschnitt zurück zu ribbeln- oder weiterzustricken, ob meine Vermutung wirklich stimmt. Also liegt er da und wartet auf Eingebung. Dafür habe ich den ganzen Abend rumprobiert; was passiert wenn. Klar gibt es Formeln dafür. Klar könnte man auch einfach drüber Nachdenken. Aber wenn man es ausprobiert, ist das schon ganz was anderes. Die Theorie muß nicht immer was mit der Praxis gemein haben. Ich muß sehen was passiert. Also ging es bei mir: Stricken, prüfen, Notizen, Ribbeln. Immer wieder und mit wachsender Begeisterung. Einiges war Unfug, einiges ist machbar ( was rein rechnerisch überhaupt nicht aufging), einiges war okay, hat mir aber nicht gefallen- und das was schön war ( in der Vorstellung) war nicht umsetzbar.

Natürlich mag es Unproduktiv erscheinen, ein Probeteil nach dem anderen zu stricken und wieder zu ribbeln. Ist es aber nicht. Ich habe gelernt, ich habe neue Ideen entworfen- und andere Ideen als Unbrauchbar wieder verworfen. Business as usual.

Advertisements