Mein Vater hat mal zu mir gesagt, ich sei krankhaft kreativ. Und er hatte Recht damit. Ich kann nicht leben ohne kreativ zu sein. Ob ich nun lebensgroße Kühe aus Gips baue ( im dritten Stock einer kleinen Mietwohnung), ob ich dem Schlafzimmer den vierten Anstrich innerhalb eines Jahres gebe oder eben stricke. Ich finde Zeit, die ich nutzlos verbringe, einfach vergeudet. Ich entspanne mich beim Tippen neuer Muster besser als wenn ich dazu verdonnert werde, einfach nur so vor dem Fernseher zu verbringen. Dann fange ich an, die herausgestreichelten Haare meines Katers zu Fäden zu verdrehen, solange, bis ich ganz automatisch anfange, kleine Läppchen daraus zu häkeln…..
Und warum “Kalinumba” ?
Mein Sohn ist, als er 3 Jahre alt war, von einer großen Rutsche gerutscht. Das war für ihn eine Premiere; er war stolz, die Backen rot, das Grinsen über beide Ohren. Eigentlich wollte er “Karramba” sagen. Oder lieber “Yippieh” oder doch lieber “Juhu!” ? Jedenfalls ist aus der Mischung dieser Wörter dann ein “Kalinumba!” geworden. Dieser Ausdruck ist für mich immer noch das Wort für Lebensfreude und Spaß. Und vielleicht ein bißchen Glück an einer kleinen- und doch für einen selbst-großen Sache.
Vita
Anja Belle , geb 1972, verheiratet, 2 Kinder.
1995 Prüfung zur Fotografenmeisterin. Es folgten mehrere Ausstellungen und Auslandseinsätze. Mit der Geburt ihrer zwei Kinder 2002 und 2003 zog sie sich völlig aus der Fotografie zurück und begann zu stricken.



